SPÖ Niederösterreich

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#geMAInsamstark

„Das Corona-Virus verursacht Nebenwirkungen, die auf einen grundlegenden Wandel der Gesellschaft hindeuten: Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt werden per Schleudersitz in die digitale Zukunft geschleudert. Viele Unternehmen sind jetzt gezwungen, Innovation voranzutreiben. Arbeiten im Homeoffice wird selbst dort zur Pflicht, wo es noch vor wenigen Wochen unmöglich war“, resümiert Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl: „Corona macht möglich, was vorher undenkbar war. Aktuell erleben tausende Unternehmen und ArbeitnehmerInnen, wie sich der Sprung in die digitale Zukunft anfühlt. Und das wird sich nicht so leicht wieder zurückdrehen lassen. Deshalb sehen wir umso deutlicher, was es bedeutet, wenn – wie bisher in Niederösterreich – viel zu wenig in Forschung und Entwicklung im Bereich Digitalisierung und in den Ausbau technischer Rahmenbedingungen investiert wurde. Wenn wir jetzt schnell investieren und reagieren, haben wir noch die Chance, die Zukunft zu generieren.“

Zwt.: Umdenken in allen Wirtschaftsbereichen notwendig

Für den niederösterreichischen EU-Abgeordneten Dr. Günther Sidl ist klar, dass Investitionen in neue Technologien entscheidend zur Standortsicherung beitragen werden: „Der Digitalisierungs-Schub wird die Krise überdauern. Um Digitalisierung als Chance vor allem für unsere ländlichen Regionen nutzen und davon in vollem Umfang profitieren zu können, ist es notwendig, jetzt rasch massive Investitionen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur zu tätigen.“ Gerade jetzt in der Corona-Krise zeigt sich, wie dringend für Homeoffice und Online-Konferenzen gut ausgebaute Datenleitungen benötigt würden. Es brauche auch im Handel ein Umdenken: „Notwendig werden Experten, die vor allem in der regionalen Direktvermarktung Online-Shops aufsetzen und verwalten können oder Logistiker, die die immer intelligenteren Lagersysteme steuern können. Es geht jetzt darum, echte Klimaregionen in Niederösterreich zu schaffen. Mit kurzen Wegen und einer hohen Lebensqualität vor Ort. Das schont unser Klima. Dafür müssen jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Arbeit auch von zu Hause aus erledigt werden kann und der Weg ins Büro kein alltägliches Muss mehr ist“, gibt Sidl zu bedenken.

Zentraler Kern wird auch eine moderne Bildungs- und Ausbildungsstruktur sein, die Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene auf sich rasch ändernde Herausforderungen vorbereitet. „IT-Ausbildungen und die Verwendung von Informationstechnologien in Schule und Alltag, um die digitale Kompetenz zu erhöhen, Schwerpunktsetzung bei MINT-Fächern und Studien, die Integration dieser neuen Inhalte in bereits bestehende Lehrausbildungen und Studienrichtungen sind wichtige Schritte“, erklärt Sidl. Zentral für ihn ist auch, dass „der Forschungsstandort NÖ weiter attraktiviert werden muss, um Top-ExpertInnen und Fachkräfte zu gewinnen. Damit wird auch längerfristig Beschäftigung in unserem Bundesland abgesichert“.

Zwt.: Laptop für SchülerInnen genauso wichtig wie Mathematikbuch

In diesem Zusammenhang weist Schnabl noch einmal drauf hin, dass die Ablehnung der ÖVP, allen SchülerInnen einen Laptop oder ein Tablet zur Verfügung zu stellen, große negative Auswirkungen auf Lerninhalte im Zuge von Homeschooling gehabt habe. „Jetzt 1.000 Laptops für Niederösterreichs Pflichtschulen anzubieten, ist Chuzpe, wenn man bedenkt, dass die von Bildungsminister Fassmann in einer Pressekonferenz beigezogene Expertin erklärt hat, dass bei einer Umfrage rund 16 Prozent der teilnehmenden SchülerInnen angaben, keinen eigenen Laptop oder PC und kein Tablet besitzen. Das sind hochgerechnet österreichweit 120.000 SchülerInnen. Sie musste zugeben, dass das eine Unterschätzung der Situation ist, weil es eine Onlinestudie war, an der man nur teilnehmen konnte, wenn man einen Onlinezugang hat“, sagt Schnabl und fordert endlich die Umsetzung der SPÖ-Forderung: „Für SchülerInnen ist ein Laptop oder Tablet heutzutage genauso wichtig, wie das Mathematik- oder Deutschbuch. Das muss Hand in Hand gehen, wenn wir wollen, dass unsere Kinder eine Ausbildung bekommen, die zukunftsfit ist.“

„Wenn man von guten Arbeitsplätzen und fairen Arbeitsbedingungen spricht, dann muss auch automatisch die Ausrichtung hin zur Digitalisierung mitgemeint sein. Wir dürfen diese Entwicklung nicht als Angstszenario, sondern müssen sie als Chance sehen“, sagen Schnabl und Sidl im Hinblick auf den 1. Mai, den Tag der Arbeit: „Wir kämpfen dafür, das Leben aller NiederösterreicherInnen entscheidend zu verbessern. Wir wollen den ArbeitnehmerInnen, aber auch den vielen kleinen UnternehmerInnen die Unsicherheit nehmen und Perspektiven schaffen. Wir kämpfen weiter für bessere Arbeitsbedingungen, eine Arbeitszeitverkürzung und gerechte Löhne, damit jeder/m Einzelnen mehr im Geldbörsl bleibt. Für ein gutes Leben. Eine starke Sozialpartnerschaft, das ausgewogene Zusammenspiel von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen, ist dafür eine zentrale Säule unseres Landes. Das ist der Zusammenhalt, auf den wir bauen müssen. Gemeinsam sind wir stark!“